In der Jahreshauptversammlung des AWO-Ortsvereins gab Vorsitzender Horst Herberg einen Rechenschaftsbericht zur Arbeit im zurückliegenden Jahr. Der Verein soll in Merkstein zukunftssicher aufgestellt werden. Die ehrenamtliche Arbeit der Freundinnen und Freunde muss auf mehr Schultern verteilt werden.

Kassierer Wilfried Wichura, Kreisvorsitzender Hans-Peter Göbbels, Schriftführerin Angelika Fiedler-Grohe und Ortsvereinsvorsitzender Horst Herberg (v. l. n. r.)

 

Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Horst Herberg

in der Jahreshauptversammlung am 16. März 2019

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir haben auch für das Jahr 2019 ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm vor der Brust. Die Zahl der Aktivitäten des Ortsvereins kann sich sehen lassen. Wir leisten sehr viel – und das – mit einer kleinen Handvoll Leuten, die bei der AWO Merkstein Verantwortung tragen. Das ist toll – aber auch beunruhigend. Das bedeutet, dass keine Leistungsträger ausfallen dürfen. Dieses Problem gehen wir nun aktiv an.

Horst Herberg während seines Berichtes.

 

Wir haben im Kreis unserer Funktionäre im Februar einen Workshop durchgeführt, um uns mit der Frage zu beschäftigen, wie wir den Ortsverein zukunftssicher aufstellen, also weitere Verantwortungsträger gewinnen. Moderiert wurde der Workshop von einer externen Moderatorin, einer Mitarbeiterin des Bezirksverbandes, die sich um Stärkung der Basis bemüht. In dieser Woche konnten Ursula Foitzik, Maria Dünwald und ich ein Pressegespräch mit einer Redakteurin der Aachen Zeitung / Nachrichten führen, die uns zur Situation der ehrenamtlichen Vereinsarbeit befragt hat.

Wir werden in der nächsten Zeit auf die Mitgliederschaft und die Öffentlichkeit zugehen, um freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, die sich ehrenamtlich einbringen möchten.

Der hier ausgelegte Pressespiegel dokumentiert unsere Veranstaltungen und unsere Arbeit insgesamt. Berichte unserer Urlaubsreisen im Saarburger Land und in Ostfriesland sind angehängt. Das sind die von Maria Dünwald für unsere Homepage verfassten Berichte. Das Reiseteam hat zudem vier Tagesausflüge organisiert, die großen Zuspruch fanden. Ursula unternimmt mit ihren Nachmittagsgruppen zudem weitere Fahrten, z. B. zu Weihnachtsmärkten und – ein beliebtes Ziel – die Strickfabrik in Heinsberg.

Pressereferentin Maria Dünwald.

 

Das Rückgrat des Ortsvereins sind die beiden Frauengruppen, die Kaffeenachmittage, die von der stellvertretenden Vorsitzenden Ursula Foitzik geleitet werden. Ursula organisiert zudem das monatliche Frühstückstreffen in der Begegnungsstätte und zählt zu den Organisatorinnen unserer Reisen. Herzlichen Dank für dieses überaus große Engagement, das Ursula seit 1970 an den Tag legt.

Stellvertretende Vorsitzende Ursula Foitzik.

 

Die Begegnungsstätte haben wir in den Weihnachtsferien einer Renovierung unterzogen. Schließlich sollen sich unsere Besucher in dem Tagesraum wohlfühlen. Die Wände haben wir mit Fotos dekoriert, die unser Freund Wilfried Ullrich im Stadtteil Merkstein aufgenommen hat. Sehr schöne Motive unserer Heimat, sehr gut fotografiert von Wilfried, dem wir für die Bereitstellung seiner Bilder danken.

Wir freuen uns, wiederum Heimstatt einer Krabbelgruppe zu sein. Angelika Fiedler hatte sich im vorigen Jahr angeboten, die Leitung einer Gruppe mit Kleinkindern zu übernehmen. Sie arbeitet bei den wöchentlichen Treffen in sehr schöner Weise mit den anderen Eltern und den Kindern. Das führte dazu, dass sich wiederum Mütter mit Kleinkindern bei uns treffen.

Das ist unser Anspruch als AWO. Wir sind ein Verein „für die ganze Familie“ und für alle Altersgruppen. Wenngleich unsere Rolle in der Seniorenarbeit hervorragend ist. Unser Sommerfest wird alljährlich als Kinder- und Familienfest organisiert. Hier wird nicht nur gut gegessen und getrunken, wir haben wiederum ein kulturelles Programm für Kinder und Jugendliche geboten. Der Zuspruch war auch im letzten Jahr enorm. Wir hatten wiederum Glück mit dem Wetter. Das gehört nun mal dazu.

Im Vorfeld des Sommerfestes und am Tag selber waren zahlreiche Helferinnen und Helfer im Einsatz, sie haben hart gearbeitet, teilweise bis an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit. Allen, die sich so aktiv eingebracht haben, danke ich sehr herzlich hierfür. Dank auch an unsere treuen Gäste, die das Sommerfest immer wieder zu einem großen Event in Merkstein werden lassen.

Die AWO-Mitglieder versammeln sich im Seniorenzentrum in Merkstein.

 

 

Sehr gerne arbeitet unser Ortsverein mit dem Quartiersprojekt zusammen, das der Kreisverband bei uns im Stadtteil eingerichtet hat. Das Projekt trägt einen langen Namen: „Mitten in Merkstein – Gemeinsam für eine gute Versorgung im Alter“.

Aus dem Quartiersprojekt ist eine Spielegruppe hervorgegangen, die sich regelmäßig in unserer Begegnungsstätte trifft. Somit hat der Ortsverein nach längerer Zeit wieder eine Gruppe von Menschen, die zusammen Gesellschaftsspiele machen.

Trotz des saumäßigen Wetters, das an dem Tag herrschte, haben wir uns als AWO-Ortsverein beim Familientag der StädteRegion Aachen auf dem Abenteuerspielplatz im Broichbachtal aktiv eingebracht. 

Wichtig ist uns, dass die älteren Mitglieder anlässlich ihrer Geburtstage besucht werden und Glückwünsche erhalten. Viele Dank an unsere Betreuerinnen, die diese Besuche durchführen. Als neue Kraft haben wir Astrid Hahnen hinzubekommen, die zu denen gehört, die sehr viele Mitglieder zu betreuen haben. Ihr und den anderen Betreuerinnen danke ich hierfür.

Wir erhielten in einer Mitgliederversammlung gute Ratschläge, wie wir uns vor Kriminalität schützen können. Im Rahmen von Exkursionen erlebten wir einen sehr lebendigen Empfang im Kinderheim St. Hermann-Josef in Alt-Merkstein und besuchten die Baustelle des neuen Caritas-Wohnheimes in Merkstein, wo wir aufschlussreiche Informationen zur Arbeit dieser Einrichtung bekamen.

Beim Markt der Möglichkeiten, der vom AWO-Quartiersprojekt auf dem August-Schmidt-Platz organisiert wird, haben wir uns auch diesmal als Ortsverein vorgestellt. Überhaupt sind wir als AWO-Ortsverein in Merkstein gut vernetzt. Wir bringen uns bei den Veranstaltungen im Walter-Heckmann AWO-Senioren- und Sozialzentrum helfend ein und unsere Mitglieder besuchen dieses Haus gerne.

Herzlichen Dank sage ich den Vorstandsmitgliedern unseres Ortsvereins, die teilweise stets viel zu tun haben. Ich beginne mit der stellvertretenden Vorsitzenden Ursula Foitzik. Der Kassierer Wilfried Wichura betreut mehrere Vereinskasssen, ihm sind wir dankbar, dass er sich kompetent um unsere Kasse kümmert. Nicole Foitzik ist seine Stellvertreterin, sie ist unsere Helferin bei der Datenverarbeitung. Maria Dünwald schreibt Presseberichte, nur so ist sichergestellt, dass unsere Arbeit regelmäßig in den Medien gespiegelt wird.

Kassierer Wilfried Wichura.

 

Maria Dünwald hat im letzten Jahr drei Wanderungen organisiert, bei denen wir am Ausflugsziel interessante Eindrücke gewinnen konnten. Auch im letzten Jahr hat sich unser Ortsverein an der Haus- und Straßensammlung des AWO-Bundesverbandes beteiligt und wir haben somit Geld für soziale Projekte weiterleiten können.

Zudem arbeitet Maria Dünwald immer noch mit Grundschülern aus der Alt-Merksteiner Grundschule. Bei diesem Förderunterricht an zwei Tagen in der Woche hilft sie den Kindern schulische Defizite auszugleichen.

Unser Ortsverein entsendet drei Beisitzer in den Vorstand des Kreisverbandes. Das sind Ursula Foitzik, Andreas Schmälter und ich. Zudem wirken Alexandra Prast und Günter Prast als Revisoren beim Kreisverband mit. In diesem Jahr findet (hier im Festsaal) die Delegiertenversammlung statt, in der der Kreisvorstand neugewählt wird.

Mit mehreren Mitgliederbriefen und Flyern haben wir über unsere Veranstaltungen und Angebote informiert. Mir ist es wichtig, dass die zahlreichen Mitglieder, die nicht zu den Gruppenstunden kommen, auch gut darüber informiert sind, was der AWO-Ortsverein anbietet und wofür er steht. Die Mitglieder haben meines Erachtens ein Anrecht darauf, zu den Terminen ordentliche Einladungen zu erhalten.

Mit Reinhold Hauser haben wir einen fachkompetenten Menschen, der Ratsuchende mit Rat und Tat unterstützt. Die Sozialsprechstunden, die unser Ortsverein anbieten kann, weil Reinhold diese Aufgabe ehrenamtlich wahrnimmt, sind nicht wegzudenken.

Sozialberater Reinhold Hauser.

 

Der VdK ist auf uns zugekommen und möchte mit unserem Ortsverein zusammen eine Internetplattform ins Netz stellen, die den Namen Soziallotse trägt. Von hier aus sollen die Bürger zu den bestehenden Hilfsangeboten geführt werden. Das Portal wird zur Zeit erarbeitet. Wir haben eine kleine Arbeitsgemeinschaft aus beiden Vereinen gebildet, die für die Fortschreibung, Aktualisierung etc. verantwortlich ist. Aus diesem Projekt heraus ergab sich eine gute Zusammenarbeit mit dem VdK in Merkstein auch an anderen Stellen.

In dieser Woche konnten wir mit der großen Schar der Boulespieler im Volkspark die zweite Bahn einweihen. Die zusätzliche Bahn wurde angelegt durch die Stadt Herzogenrath, weil wir es wünschten. Die Gruppe der Boulespielerinnen und Boulespieler ist stark angewachsen, so dass die eine vorhandene Bahn nicht mehr ausreichte. Die Boulegruppe hatten wir Mitte 2017 ins Leben gerufen, um den Volkspark nach seiner Umgestaltung mit Leben zu füllen. Das ist uns gelungen. Wilfried Ullrich und Peter Servas kümmern sich um diese starke Gemeinschaft, unseren Aussenposten im Volkspark.

Gerne verweise ich noch einmal auf unseren Pressespiegel, der unsere Aktivitäten weitgehend dokumentiert. Die Zeitungsüberschriften sind vielsagend zutreffend. Wir bieten ein umfangreiches Jahresprogramm „Von Wanderungen bis Sozialberatung“ und eine Schlagzeile ist besonders schön:  „Leben in der Bude“ bei der Arbeiterwohlfahrt.

Für das laufende Jahr werden wieder zwei schöne Urlaubsreisen angeboten. Zell am See in Österreich und der südliche Teil der Lüneburger Heide / Gifhorn.

Unser Ortsverein ist Mitglied im Verein der Freunde und Förderer des Walter-Heckmann AWO-Senioren- und Sozialzentrums, in dem Verein Betreute Schulen Aachen-Land, dem Netzwerk Senioren ohne Grenzen und dem Fachverband für Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe, AWO-International.

Noch einmal danke ich allen Freundinnen und Freunden für ihr Mittun. Wenn es uns gelingt, die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen, ist mir um die AWO in Merkstein nicht bange. Den Mitgliedern danke ich für das Interesse an unserem Ortsverein. 

 (Die Fotos hat Wilfried Ullrich in der Jahreshauptversammlung 2019 gemacht.)