Erstaunliches leistet der kleine Verein Wawawasi - Haus der Kinder, der gerade mal 40 Mitglieder zählt. Seit 15 Jahren unterstützt der Verein ein Heim für behinderte Kinder in Puquio / Peru, fast 4000 Meter hoch in den Anden.

In ihrem Rechenschaftsbericht bei der Jahreshauptversammlung konnte Vorsitzende Dr. Gabi Gielen zufrieden bilanzieren: zur Unterstützung der Lebenshaltungskosten und der medizinischen Versorgung der Kinder konnten im vergangen Jahr 3800 Euro überwiesen werden. Gewährsleute vor Ort garantieren die satzungsgemäße Verwendung der Gelder.

Wawawasi-Vorsitzende Dr. Gabi Gielen und Stellvertreter Christoph Hilden.

 

Zu Gast bei der AWO

Auch in diesem Jahr wird der Verein sich wieder in der Öffentlichkeit präsentieren; beim Sommerfest der Arbeiterwohlfahrt Merkstein, bei der Burgweihnacht Herzogenrath und beim Weihnachtsbasar in Hasselsweiler. „Ein voller Erfolg war bereits der Ostermarkt in der Pfarre St. Johannes“, so Gabi Gielen.

Einen eindrucksvollen Bericht über seine Reise nach Puquio gab der stellvertretende Vorsitzende Christoph Hilden. Zum wiederholten Mal, selbstverständlich auf eigene Kosten, konnte er persönlich die gute Versorgung der Kinder und die aktuelle Entwicklung in Augenschein nehmen. Eine Fotodokumentation zeigte den Neubau des Kinderheims. „Auch wenn man keine europäischen Maßstäbe anlegen darf, so macht das Heim nun doch einen freundlichen Eindruck“.

Die Einrichtung, von koreanischen Ordensschwestern geleitet, finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern. Mit großer Empathie zeigte Hilden seine Freizeitbeschäftigung mit den Kindern, aber auch medizinische Erfolge, etwa die notwendige Versorgung mit orthopädischen Schuhen.

Grosses Engagement

Was die Schwestern in dem unwegsamen Gelände leisten, ist für europäische Verhältnisse unvorstellbar. Mit dem hauseigenen Kleinbus ist etwa eine Fahrt zur Klinik in Lima, 800 Kilometer entfernt, an einem Tag nicht zu schaffen. Aber auch Freizeitlebnisse am Meer organisieren die Betreuerinnen für ihre Schützlinge.

Christoph Hilden ist sicher, dass auch die schwerbehinderten Kinder gefördert werden könnten. Wawawasi bemüht sich seit langem, einen Logopäden zu finden, der bereit ist, in Puquio „am Ende der Welt“ zu arbeiten.

Die Jahreshauptversammlung nahm den Kassenbericht von Magret Schumacher und den Revisionsbericht von Ursula Foitzik entgegen. Einstimmig wurden die Kassiererin und der Vorstand entlastet.

Unter Leitung des AWO-Vorsitzenden Horst Herberg bestätigte die Versammlung den bisherigen Vorstand im Amt: Vorsitz Gabi Gielen. Stellvertretende Vorsitzende Christoph Hilden und Lorenz Bernard, Kassiererin Margret Schumacher und Schriftführer Jack Gielen. Revisoren bleiben Ursula Foitzik und Else Moser.