Alsdorf – lückenlos“. Das kleine Privatmuseum von Alfred Reimund in Zopp ist eine unerwartete Schatzkammer. Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt (AWO) aus Merkstein hatten Gelegenheit, ihre Nasen in die reichhaltige Sammlung von heimatlichen Dokumenten, historischen Büchern, Fotosammlungen und Presseveröffentlichungen zu stecken.

 

Ein Gruß aus Merkstein. Links oben das ehemalige AWO-Jugendheim am Buschhofer Weg.

Zwei Räume im Obergeschoss seines Wohnhauses in der Weidgenstraße 2a beherbergen ein Archiv, in dem sich der heimatgeschichtlich Interessierte stundenlang vergraben könnte.

 

Erinnerung an das Samstag-Bad.

 

Rund um Alsdorf

Schwerpunkt für den leidenschaftlichen Hobbysammler ist „Rund um Alsdorf“. Alles,  was aus oder über seine Stadt erscheint, vom Totenzettel über Vereinsdokumente, Festschriften und Presseartikel, findet hier Aufnahme.

Eine Egge für die Feldarbeit.

 

Und Alfred Reimund behält seine Schätze nicht für sich. Die Besucher sitzen rund um den Tisch der kleinen Stube und dürfen stöbern. Vorsichtig wendet man Blatt um Blatt in einem ledergebundenen Buch aus dem 19. Jahrhundert. Umgeben von Archivakten aus dem Bergbau und vielem anderen historischen Gerät aus Küche und Vorratskammer.

 

 

Kaffeemühlen für die Handarbeit.

 

Gerätschaften von früher

Nicht ohne Stolz erzählt der Hobby-Archivar, dass Alsdorfer Kindergärten ihn besuchen und sich für die Zeit nach den Sommerferien schon fest angemeldet haben. Dann stellt er ein Gerät aus Großmutters Zeiten auf den Tisch und lässt die Kleinen raten. Spannender Geschichtsunterricht zum Anfassen!

Darf ich mal anrufen?

 

Die einmalige Fundgrube aus abertausend Dokumenten ist akribisch geordnet. Über Alsdorf hinaus findet man ebenso Interessantes aus der ganzen Region, beispielsweise eine lückenlose Presseberichtesammlung zum Ende des Bergbaus im Aachener Revier. In großen Folianten präsentieren sich die Ausgaben der Aachener Nachrichten, der Aachener Volkszeitung/Zeitung von 1988 bis 2001 im Original.

Worauf die Hausfrau achten sollte!

 

 

Grußkarten aus Merkstein

Das gesamte Archiv ist in mühevoller Kleinarbeit und systematisch durchdacht, digitalisiert. Ein Stichwort, eine Frage, Alfred Reimund lässt die Finger über seine Tastatur fliegen und auf dem Bildschirm erscheint das Gesuchte.

Kartengruß aus der ehemaigen Gemeinde Merkstein.

 

Die Besucher aus dem AWO-Ortsverein erfreuten sich unter anderem insbesondere an den sehr alten Ansichtskarten, die „Grüße aus Merkstein“ vermittelten und zollten Alfred Reimund Respekt für sein Engagement, Erinnerungen wachzuhalten.   

 

Der Fahrplan von 1904 gilt heute sicherlich nicht mehr.