Blühende Wiesen, grau-grüne Gletscherflüsse, ein liebliches Tal mit grünen Matten und dunklen Wäldern zwischen den himmelanstrebenden Spitzen der Hohen Tauern – das war elf  frohe Tage die Kulisse für dreißig Freundinnen und Freunde der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Merkstein in Zell am See, Österreich. Tage prall gefüllt mit immer neuen Eindrücken in der faszinierenden alpinen Welt.

Der Hauptort von Zell am See.

 

Malerische Umgebung

Zur Einstimmung eine Seerundfahrt in malerischer Umgebung und ein gemütlicher Bummel durch das vor allem bei arabischen Touristen, aber nicht nur bei ihnen, beliebte Städtchen.

 Blaues klares Seewasser zwischen den Bergen.

 

Die „Wüstensöhne“ wähnen sich hier in dieser Natur im Paradies, und die Stadt schätzt ihre Devisen. Der See, entstanden am Ende der letzten Eiszeit, ist nur 4,5 Quadratmeter groß, aber stolze 69 Meter tief.

 

Dreitausender

Das erste Höhenerlebnis war die Fahrt zum Großglockner, mit 3798 Metern der höchste Berg Österreichs. Abwärts ging es  nach Heiligenblut mit seiner berühmten Wallfahrtskirche und nach ausgiebiger Mittagspause zurück.

Hoch oben auf dem Großglockner: Schöne Schneelandschaft.

 

Die höchstgelegene befestigte Passstraße Österreichs, 48 Kilometer lang und 53 Spitzkurven. Der ruhige und vorausschauende Busfahrer meisterte die Herausforderung, als sei es sein Alltagsgeschäft. So konnte die AWO-Gruppe einfach genießen und sich wie erfahrene Bergwanderer auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ablichten lassen.

Sissis Fußweg

Neuer Tag – neue Eindrücke: Mit der Seilbahn auf 2000 Meter war die Schmittenhöhe erreicht, der Hausberg von Zell am See. Die Schmittenhöhe hat einiges zu bieten, einen herrlichen  Ausblick ins Tal und auf den See, ein weitläufiges Plateau, mit schönen Wanderwegen, ein gutes Restaurant mit freundlicher Bedienung, die Elisabeth-Kapelle, die das Andenken an Kaiserin Elisabeth (Sissi) von Österreich wachhält, in Wirklichkeit aber der Heiligen Elisabeth von Thüringen geweiht ist, und schließlich den Blick auf dreißig Dreitausender im weiten Rund. Sissi sei den Weg vom Tal hierher immer wieder zu Fuß gegangen, so will es die Legende, und die Wirtin des gepflegten gastfreundlichen Hotels Alpenblick tut es ihr nach, um sich fit zu halten!

 

Die Reisegruppe, hoch oben und vor schöner Gebirgskulisse.

 

Ein Erlebnis der besonderen Art war die Fahrt zu den Hochgebirgsstauseen. Beim Alpengasthof Kesselfall war für den Reisebus Endstation. Ab da ging die Fahrt bergauf mit Panoramabussen des ÖPNV durch Natursteintunnels und mit Europas größtem offenen Schrägaufzug bis zur Nordspitze auf 2040 Meter Höhe. Der Lärchwandschrägaufzug bringt die Gäste in knapp vier Minuten von 1200 auf 1540 Meter. Dann geht es mit dem Pendelbus auf schmalen Hochgebirgswegen weiter. Für die am  Rand weidenden Kühe ein längst gewohntes Bild. Im übrigen haben sie Vorfahrt. Es ist schließlich ihr Gebirge.

 

Malerisch das Bild: Gletscherwasser und Felsgestein.

 

Energie aus Wasserkraft ist in Österreich seit jeher von entscheidender Bedeutung. Hier an den Hochgebirgsstauseen, erlebt man das perfekte Zusammenspiel von Natur und Technik.

Wasserkraft

Das Kraftwerk Kaprun umfasst eine Gruppe von Pumpspeicherkraftwerken. Erste Konzepte entstanden bereits 1928, wurden aber erst 1938 von den Nationalsozialisten ernsthaft aufgenommen. Zur Erschließung in dem schwierigen Gelände wurden unter anderem Zwangsarbeiter verpflichtet. Eine Gedenktafel am Mooserboden erinnert an die Opfer, Tote und Verletzte.

Bei der Abfahrt vom Mooserboden war dann die Einkehr in der Fürthermoar-Alm ein nachhaltiges Erlebnis, mit hausgemachten Köstlichkeiten, unvergessen die Buttermilch!

 

 

Mit der Sommerkarte können alle Bergbahnen kostenfrei genutzt werden.

 

Seilbahnen

Über drei Etappen mit unterschiedlichen Seilbahnen gelangt man zum Gipfel des Kitzsteinhorns, einem der vielen Dreitausender in den Hohen Tauern und beliebtes Skigebiet. Weite Naturschneepisten mit atemberaubenden Ausblicken – wie lange wird es diese Pracht noch geben? Besondere Leistung der Tourismus-Region: Mit der Kaprun-Karte können Gäste mehr als 20 Attraktionen kostenlos genießen.

 

Für die AWO-Freunde war der Tag auf dem Kitzsteinhorn bei Kaprun der Höhepunkt ihrer Hochgebirgserfahrung, aber noch lange nicht der Abschluss dieser erlebnisreichen Reise.

 

Sehr schön ist das Ambiente in dem Hotel.

 

Wellness im Hotel

Der Samstag, Bus-freier Tag, stand ganz im Zeichen der Wellness. Da hat das Sporthotel Alpenblick einiges zu bieten, Schwimmbad, Sauna, Fitnessraum, großzügige Außenanlage – da kommt keine Langeweile auf.

Herabstürzende Fluten: die Krimmler Wasserfälle.

 

Ein weiterer Höhepunkt war die Fahrt zu den Krimmler Wasserfällen, die höchsten Wasserfälle Österreichs. Gespeist von der Ache im hochgelegenen Achetal stürzen die Wassermassen in drei Fallstufen 385 Meter zu Tal – ein grandioses Naturschauspiel.

Lichtershow

Hier Kraft der Natur und am späten Abend bei Dunkelheit: Zauber der Technik beim Seezauber über dem Zeller See, eine Wasser-, Licht und Laserschau der besonderen Art. Leuchtende Wasserfontänen in immer neuen Farben und Formen  rhythmisch abgestimmt zu den Klängen klassischer Musik; zwanzig Minuten lang emotionale Verzauberung aller Sinne, vollendete Ästhetik.

Faszinierendes Farbenspiel auf dem Wasser.

 

Im Naturparkmuseum Hohe Tauern erlebt man die Bergwelt aus unterschiedlichen Perspektiven, vom Adlerflug bis zum Lawinen-Ereignis. An zehn Stationen wird dem Besucher der Reichtum an Bergseen, Mooren und Wasserfällen und die Einmaligkeit der Pflanzen- und Tierwelt präsentiert.

Stadt Hallein

Die beschauliche Kleinstadt Hallein besticht durch einen besonderen Baustil, der Inn-Salzach-Bauweise, die es nur zwischen Innsbruck, Passau und Hallein gibt. Durch Scheinfassaden vor dem eigentlichen Dach werden mehrere Häuser zu einem geschlossenen Ensemble, welches dadurch monumental wirkt. Hallein wurde bekannt durch den Salzabbau, die Grundlage für den Reichtum der Salzburger Erzbischöfe.

 

Stadtzentrum von Hallein.

 

Vor der Pfarrkirche finden wir das Grab von Franz Huber, der die Musik zu „Stille Nacht, heilige Nacht“ komponiert hat. Huber war in Hallein Lehrer und Chorleiter. Eine Tafel in der Hauswand hinter dem schlichten Grab zeugt von Verehrung.

Bei der Rundfahrt mit einem privaten Touristen-Bummelzug um den Zeller See – der Lokführer verstand es, seine Heimatstadt liebevoll näherzubringen  - hieß es Abschied nehmen von einer faszinierenden Landschaft mit ihren sehr reichen Facetten.  

Stadtrundfahrt mit guten Erläuterungen.

 

 

 

 

 

 

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