Für 38 Teilnehmer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Merkstein waren die Schlossgärten Arcen eine Entdeckung. „Gut 100 Kilometer vor unserer Haustür, und doch bisher unbekannt  „, so die erstaunten Kommentare der Gäste.

Ein alter Kulturraum im deutsch-niederländischen Grenzgebiet: Wegen  der günstigen Lage an der Maas siedelten schon die Römer bei Arcen, dann die Merowinger, die erste fränkische Dynastie im frühen Mittelalter, abgelöst durch die Karolinger, aus denen schließlich Karl der Große hervorging.

Schön angelegte Beete faszinieren. (Fotos: Ilona Koch)

Das Schloss, im 17. Jahrhundert im Barockstil erbaut, ist der dritte Schlossbau an dieser Stelle. Seit der Gründung um 1300 zweimal zerstört und immer wieder aufgerichtet, waren es die Herren van Gelder, die sich hier einen wichtigen Stützpunkt sicherten. Ihr Wappen ist im Torbau zu sehen.

Das Wappen der Herren van Gelder.

 

Aber auch ihre Herrschaft währte nicht ewig. Das Schloss ging in privaten Besitz, und nachdem der letzte Eigentümer, der deutsche Maler August Deussen 1942 verstarb, geriet das Gebäude in Verwahrlosung.  Bis die Stichting Het Limburgs Landschap das touristische Potential dieses Standortes erkannte.

Das Schloss von Arcen.

 

Ambiente von Harmonie

Die Stiftung restaurierte die Gebäude und begann in den 1980er Jahren mit der Gestaltung der Schlossgärten. Ihrem Weitblick ist es zu verdanken, dass heute hier ein Ambiente von seltener Harmonie und Schönheit zu finden ist. Im Schloss werden Führungen angeboten. Wechselweise finden Kunstausstellungen statt. Die bewegte Geschichte des Schlosses wird erzählt.

Laden zum Verweilen ein: Schön angelegte Gärten.

 

Seit 2017 sind die Schlossgärten  von Arcen dreimal in Folge als schönstes Ausflugsziel im niederländischen Limburg prämiert worden.  Zu Recht, wie die erstaunten AWO-Gäste dankbar feststellten.  Im Zentrum der weitläufigen Anlage das Rosarium. Hier finden Rosenliebhaber kunstvoll gestaltete romantische Rosengärten und Informationen zu vielen Arten und Züchtungen, wundervolle Zierbeete und Blumenarrangements mit Wasserfontänen und einem großen Wasserfall. Brücken führen zur Gracht, zu den immer neuen Themengärten – Waser- und Skulpturengarten, Berggarten, italienischer Garten – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Der Wasserfall.

 

Bleibt noch zu sagen, dass die gesamte Anlage auch für Gehbehinderte mühelos zu erkunden ist. In ihrer Vielfältigkeit ein heimatnahes touristisches Juwel  ersten Ranges.

Schöne Wasserlandschaften hat der Park.