Noch schauen die Vereine ungewiss in die Zukunft. Viele hoffen, dass gemeinschaftliche Treffen bald wieder möglich werden. So auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Ortsverein Merkstein. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben den Start in das Jahresprogramm zerstört. Die Gruppentreffen mussten ausgesetzt werden.

Die Jahreshauptversammlung wurde auf unbestimmte Zeit rausgeschoben. Der Rechenschaftsbericht zur ehrenamtlichen Arbeit liegt dennoch vor. Vorsitzender Horst Herberg lässt darin die Aktivitäten des zurückliegenden Jahres Revue passieren. Es stand im Zeichen des 100jährigen Bestehens der Arbeiterwohlfahrt in Deutschland. 1919 gründete die SPD-Reichstagsabgeordnete und Frauenrechtlerin Marie Juchacz den Verband, um die Not der Industriearbeiter zu lindern.

Das Jubiläum feierte der AWO-Ortsverein zusammen mit dem Walter-Heckmann AWO-Senioren- und Sozialzentrum. Feierlich wurde ein Wandgemälde des Merksteiner Künstlers Jochen Jung enthüllt, in dem Historie und das Engagement der AWO dargestellt wird. Nur vier Jahre nachdem die Arbeiterwohlfahrt ins Leben gerufen wurde, kam es zur Gründung des Ortsvereins in der ehemaligen Gemeinde Merkstein. 

Aufgaben verändern sich

Seit der Gründung der AWO 1923 in Merkstein haben sich die Aufgaben der Ehrenamtlichen im Ortsverein stets verändert. Gehörten vor 50 Jahren  Familien- und Kindererholungsmaßnahmen  zu den Schwerpunkten, ist es heute Seniorenarbeit. Die stellvertretende Vorsitzende Ursula Foitzik ist seit einem halben Jahrhundert in der AWO eine Leistungsträgerin und hat diese Wandlungen aktiv erlebt. Sie gestaltet heute die geselligen Treffen in der Begegnungsstätte und ist mitverantwortlich für die Reisevorbereitungen.

Mitglieder der AWO Merkstein informieren sich gerne bei Informationsbesuchen über die Arbeit von Einrichtungen, wie der Sozialpädagogischen Familienhilfe oder dem Kinderheim. Auch im Solarpark in den Nivelsteiner Sandwerken waren AWO-Mitglieder zu Gast.

Buntes Programm

Ein buntes Ausflugsprogramm und zwei schöne Urlaubsreisen wurden im letzten Jahr vermittelt. Wie es mit der Reisetätigkeit in diesem Corona-Jahr weitergeht, muss sich zeigen.

„Wir müssen am Ball bleiben, damit der Ortsverein seine Zukunftsfähigkeit behält“, betont Horst Herberg und berichtet, wie unter dem Seminarthema „Starke Basis. Starke AWO“ diese Fragen erörtert wurden.

www.soziallotse-merkstein.de

Gemeinsam mit dem Merksteiner VdK-Ortsverband konnte das Projekt „Soziallotse“ ins Internet gestellt werden. Die aktuelle Plattform gibt Ratsuchenden Orientierung bei der Suche im Netz. Die Web-Adresse lautet: soziallotse-merkstein.de

Aus dem auf die Stadt Herzogenrath übertragenen AWO-Quartiersprojekt „Mitten in Merkstein“ entwickelte sich unter anderem eine Vormittagsgruppe für Gesellschaftsspiele, die in der AWO-Begegnungsstätte beheimatet ist.

Persönliche Beratung

Persönliche Beratung in sozialen Fragen ist nach wie vor eine wichtige Aufgabe der AWO Merkstein. Ehrenamtlich hilft Reinhold Hauser bei Antragstellungen in den Bereichen Behindertenrecht, Pflege- und Rentenfragen. Zu den Sprechstundenzeiten ist die Geschäftsstelle auch während der Kontaktsperre besetzt.

Aktuelle Infos veröffentlicht der AWO-Ortsverein auf Facebook und auf seiner Homepage www.awo-herzogenrath.de