Landesregierung begrüßt die wohnortnahe Versorgung 

Die Corona-Schutzmaßnahem haben die Arbeit der Vereine stark beeinträchtigt. Brieflich an den Ministerpräsidenten gewandt hat sich der AWO-Ortsverein Merkstein, der eine Begegnungsstätte unterhält, in der ehrenamtlich geleistete Seniorenarbeit stattfindet, als es zu ersten zaghaften Lockerungen kam. Im Juni artikulierte Ortsvereinsvorsitzender Horst Herberg die Sorge, diese Arbeit könnte vergessen werden, weil sie in der Diskussion über Lockerungen nicht vorkam.

„Bei einer noch länger anhaltenden Unterbrechung der Vereinsaktivitäten werden sich viele Nutzer unserer offenen Angebote nicht mehr aufraffen können, die abgebrochenen Kontakte wieder aufzunehmen und die Begegnungsstätte wieder anzulaufen“, formulierte Herberg die Bedenken. Das führe zum „Absterben der freiwillig geleisteten gesellschaftspolitisch wichtigen Vereinsarbeit.“

So notwendig es sei - insbesondere ältere - Menschen zu schützen, müsse auch betrachtet werden, dass die Kontaktbeschränkungen „erhebliche negative Folgen für die psychische und physische Gesundheit erwarten lassen.“

Der Leiter des Ministerpräsidentenbüros, Thomas Wallenhorst, hat dem AWO-Ortsverein Merkstein im Auftrage des NRW-Regierungschefs Armin Laschet nun geantwortet und versichert: Die Landesregierung schätze die Arbeit der Tages- und Begegnungsstätten als „wesentlichen Teil des wohnortnahen sozialen Angebotes“.

„Dieses Miteinander ist nur möglich dank des Einsatzes vieler ehrenamtlich Engagierter“, die sich um das Gemeinwohl verdient machen „und unser aller Respekt verdienen“, stellt die Staatskanzlei fest.

Thomas Wallenhorst freut sich, dass die nun möglich gewordenen Lockerungen auch in den Einrichtungen der AWO „auch wieder zur Aufnahme der Aktivitäten geführt haben“, so dass – Schritt für Schritt – ein verantwortungsvoller Weg zurück zur Normalität beschritten werden kann.“