Mitglieder und Freunde der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Merkstein nutzen die Sommerpause für interessante Tagesfahrten in guter Gemeinschaft.

Centro-Park Oberhausen

Das Centro in Oberhausen. (Alle Fotos: Wilfried Ullrich.)

Im Juni – man hatte den ersten Sonnentag in diesem ansonsten viel zu kalten Frühjahr erwischt – fuhren 35 Teilnehmer zum Centro-Park Oberhausen. Nicht nur die vielfältige Gelegenheit zum Shoppen begeisterte, sondern vielmehr die weitläufige gut gepflegte Anlage über Brücken und Zierfischbecken mit Blick auf den Gasometer. Ein gelungener Auftakt für weitere Touren. Übrigens: alle Teilnehmenden sind geimpft und die AWO beachtet die jeweils geltenden Schutzregeln.

Per Schiff nach Königswinter

Ein besonderes Highlight war dann die Schifffahrt auf dem Rhein von Köln nach Königswinter. Auch hier konnten die AWO-Gäste vier Stunden in der Sonne sitzen, die Landschaft und den Fluss genießen. Das Schiff der Köln-Düsseldorfer auf zwei Ebenen mit Aufzug barrierefrei ist nicht nur für Senioren, sondern auch für Familien mit Kindern ein wahrer Genuss!

Nach einem kurzen Aufenthalt in Königswinter mit Blick auf Siebengebirge und Petersberg wurde die Heimfahrt per Reisebus angetreten.

Xanten erleben

Schließlich hieß es im August „Xanten erleben“. Nachdem der Busfahrer Impfpässe und Personalausweise kontrolliert hatte, - die aktuellen Inzidenzwerte verlangen es so – durften die 42 Teilnehmenden den Bus besteigen. Da ausschließlich alle geimpft – auch ohne Maske ihre Plätze einnehmen.

 

Rathaus in Xanten.

Römische Geschichte

Xanten, die Stadt am Niederrhein und die einzige deutsche Stadt, deren Name mit dem Buchstaben X beginnt, hat seit der Römerzeit eine wechselvolle Geschichte. Vor etwa 2000 Jahren unterhielten die Römer hier ein Legionslager und eine der bedeutendsten römischen Städte, die Colonia ulpia Trajana, die 275 nach Christus zerstört wurde.

Im frühen Mittelalter entstand über dem alten römischen Friedhof eine neue Siedlung, mit dem Ortsnamen Sanctos. Der Name steht im Bezug zur Heiligenlegende Victor. Dem Heiligen Victor ist auch der Dom aus dem 8. Jahrhundert geweiht. Im Nibelungenlied wird Santen als angeblicher Geburtsort von Siegfried erwähnt.

Der Archäologische Park liegt über der früheren römischen Stadt. Im Park wird dauerhaft gegraben und geforscht. Einige römische Gebäude wurden restauriert, andere nachgebaut. In der planmäßig im Schachbrettmuster errichteten Stadt sind die Wege und Alleen aus der Römerzeit nachempfunden.

Es gab schon sehr früh Totengedächtnisräume. Eine erste christliche Kirche wurde um 700 nachgewiesen. Damals entstand ein Stift der Kanoniker. Das war eine Stadt in der Stadt, mit Nord- und Südtor, heute noch zu erkennen. Das Vermögen wurde durch das Stift selbst verwaltet. Es war selbstständig, vom Bistum unabhängig.

Für die Kanoniker gab es Immunität und eigene Gerichtsbarkeit. Der Probst war Oberhaupt des Stiftes. Die Häuser der Kanoniker sind teilweise erhalten.

 

Der Dom in Xanten.

 

Beim Spaziergang durch die Altstadt waren zu bewundern: der schöne Marktplatz, das Rathaus am Markt und das gotische Haus. Rund um den Markt gibt es eine vielseitige Gastronomie mit guter Aufenthaltsqualität.

 

Das Schiff unserer Reisegruppe für die Fahrt nach Königswinter.