Wie oft wurde eingeladen und dann kurzfristig abgesagt? – Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Merkstein hat sich während der Pandemie nicht entmutigen lassen. In der Mitgliederversammlung, die nun möglich wurde, erstatte Vorsitzender Horst Herberg Bericht.

Eingeladen waren die Jubilare aus den Jahren 2020 und 2021. Viele kamen und freuten sich über die Begegnung. „Beim ersten Lockdown 2020 fielen 92 Veranstaltungen aus“, erinnerte Herberg. „Danach haben wir das Zählen der ausgefallenen Angebote aufgegeben.“ Auch während der Pandemie zeigte der AWO-Ortsverein Präsenz und blieb mit den Mitgliedern in Kontakt, durch Medienarbeit und mit persönlichen Anschreiben.

Ein Blick in den Versammlungssaal. (Foto: Wilfried Ullrich)

Ehrungen

Um die Jubilare auszuzeichnen,  waren der stellvertretende Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein und AWO-Kreisvorsitzender Udo Zimmer in das Walter-Heckmann AW-Seniorenzentrum gekommen. Die aufgeschobene Ehrung der 23 Jubilare des Jahres 2020 konnte nun nachgeholt werden.

Stolze 50 Jahre sind Ursula Foitzik, Magdalena Thieme und Erich Germsek Mitglieder in der AWO Merkstein. Manfred Lucus wurde vor 40 Jahren AWO-Mitglied. Für die 25jährige Zugehörigkeit wurden Brigitte Nilges, Petra Schongs und Claudia Liepertz ausgezeichnet.

16 Personen traten im Jahr 2010 dem AWO-Ortsverein Merkstein bei: Udo Römer, Monika und Heinz Billmann, Irene und Rudi Blaszkiewicz, Heidemarie Franken, Hans Clahsen, Kathi Fiedler, Karl-Heinz und Ursula Sevenich, Hildegard Kiefer, Waltraud Sappok, Kurt und Ursula Rau, Marina Dr. Zarzycki und Elisabeth Beckers.

Im Rahmen der würdigen Veranstaltung wurde dann den Jubilaren des laufenden Jahres Anerkennung gezollt.  Maria Müller gehört seit 60 Jahren der AWO an. Ehrennadeln und –urkunden erhielten auch Maria Dreuw für 50jährige Zugehörigkeit sowie Waltraud Küppers und Renate Raffetseder, die seit 40 Jahren die AWO unterstützen. Für 25jährige Mitgliedschaft zeichnete der Ortsverein Christel Hildebrand, Elfriede Zielinski und Heinz Pfeifer aus.

Ehrenurkunden erhielten AWO-Freundinnen und -Freunde, die vor zehn Jahren  beigetreten sind: Walter Dickert, Cornelia Greven, Familie Elisabeth und Franz Hausmann, Alfred und Alice Hensgens, Familie Melanie und Markus Hertel, Yvonne Kaminski, Ellen Konen, Gernot Mehnert, Wolfgang-Maria Mohnen, Jürgen Münstermann, Leo Oldenburg, Andrea Ruhm sowie Matthias und Doris Schmitz.

Neues Angebot

Mit dem neuen Format „Musik auf der Wiese“ sei für die Mitglieder eine Abwechslung gefunden worden, führte Herberg in seinen Erläuterungen aus. Diese Veranstaltungen im Freien sind auch unter Einschränkungen möglich.

Das soziale Engagement des AWO-Ortsvereins hat auch und gerade in Corona-Zeiten nicht nachgelassen. Durchgängig stattgefunden hat die ehrenamtliche Sozialberatung durch Reinhold Hauser. Geholfen wurde auch Flutopfern durch Zuwendungen an das DRK und die AWO-Rheinlandstiftung.

Zusammen mit dem Ortsverband Merkstein des VdK wurde die Internet-Plattform „Soziallotse Merkstein“ ins Leben gerufen. Hier ist schnelle Orientierung in allen sozialen Fragen möglich.

Der langjährige Förderunterricht für Kinder der Grundschule Alt-Merkstein wurde durch Corona unterbrochen. Inzwischen ist Maria Dünwald aufgrund eines Augenleidens nicht mehr in der Lage, die Arbeit fortzuführen. Wenn sich eine Nachfolge findet, würde man gerne wieder mit der Schule Kontakt aufnehmen.

Arbeit nimmt Fahrt auf

Nach und nach nimmt das Gemeinschaftsleben bei der AWO Merkstein wieder Fahrt auf. Die Kaffeenachmittage mit Ursula Foitzik sind gut angelaufen. Kurze Wanderungen in der heimatlichen Umgebung werden angeboten. Die offene Boulegruppe trifft sich jeden Mittwoch um 10 Uhr im Volkspark Alt-Merkstein. Ein neues Angebot ist die Sitzgymnastik unter der Regie von Astrid Hahnen.

Entlastet wurde Kassierer Wilfried Wichura, der erfreuliche Kassenberichte für die zwei Geschäftsjahre  vorlegte. Vorsitzender Horst Herberg abschließend: „Uns ist der Zusammenhalt unter den AWO-Mitgliedern wichtig und wir sind offen für neue Ideen.“