AWO Niederbardenberg - Chronik über 50 Jahre von 1972 bis 2022

Rede des Ortsvereinsvorsitzenden Peter Joerißen bei der Jubiläumsverstaltung zum 50jährigen Bestehen des Ortsvereins am 12. Juni 2022:

Meine Damen und Herren,

liebe Gäste, liebe Freundinnen und Freunde,

wir wollen ihnen als Vorstand den geschichtlichen Verlauf  des halben Jahrhunderts kurz vorstellen.

Vorsitzender Peter Joerißen während der Ansprache.

 

Aufgrund der kommunalen Neugliederung im Jahre 1972 kam es zu einer Spaltung der AWO-Bardenberg.

Der bis dahin zu Bardenberg gehörende  Ortsteil Niederbardenberg wurde Herzogenrath zugeschlagen und es musste seitens der AWO über eine Andere oder eine neue Ortsvereinszugehörigkeit nachgedacht werden.

Die Niederbardenberger Mitglieder in der AWO-Bardenberg mussten sich entscheiden, entweder sie wurden Mitglied des Ortsvereines Herzogenrath, oder es musste ein neuer eigenständiger Ortsverein gegründet werden.

Für den 13.03.1972 wurde zu einer Mitgliederversammlung im Lokal Heinz Hennes eingeladen. Hier sprach sich die überwältigende Mehrheit der 18 Anwesenden, für die Gründung eines eigenständigen Ortsvereines aus.16 Personen stimmten dafür, eine Gegenstimme und eine Enthaltung. Hierbei stand der damalige Kreisgeschäftsführer der AWO Aachen–Land, Willi Gülpen, sowie  der damalige stellvertretende Kreisvorsitzende  Otto Prast, der auch Vorsitzender des Ortsvereines Herzogenrath-Mitte war, und über die Entscheidung etwas erstaunt war, stand jedoch Pate. Die Anwesenden  der Gründungsversammlung wählten Josef Königs zum Vorsitzenden, Josef Götting wurde Stellvertreter, Peter Sennscheid  Kassierer, Peter Joerißen als Geschäfts-führer und Schriftführer gewählt.

Als Beisitzer  wurden Martha Berger, Martin Vondenhoff und Theo von der Burg und als Revisoren, Wilhelm Pingen und Hubert Nöhlen gewählt.

Der Mitgliederstand ließ sich zu der Zeit nicht genau ermitteln, da die Verhältnisse etwas verworren waren. Einige Mitglieder waren im Ortsverein Herzogenrath beheimatet aber der überwiegende Teil war in Bardenberg Mitglied.

 

Zu den Gästen in der Festveranstaltung zählten Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian und  AWO-Kreisvorsitzender Udo Zimmer (links im Bild).

 

Erfolgreiche Mitgliedergewinnung

Hier gibt die Chronik unterschiedliche Zahlen preis, die zwischen 37 und 63 schwanken. Später konnte aber die Zahl von 67 ermittelt werden. Erstes und vorrangiges Ziel war die Mitgliederwerbung vorrangig anzugehen. Mit Erfolg.

Noch im gleichen Jahr konnte die Zahl  auf 75 Mitglieder aufgestockt werden. Durch den Einsatz des Vorstandes  mit Unterstützung des Kreisverbandes, wurden Erholungsmaßnahmen, Ferienfahrten, Familienurlaube, Mutterkuren, Kinderkuren, bunte Unterhaltungsnachmittage, Kinderfeste, Hausbesuche bettlägerich Erkrankter und Geburtstage von über 70jährigen durchgeführt.

Im Vordergrund stand und steht  immer der Dienst am Nächsten und die Menschen sollen und sollten wissen, dass sie anonym und unbürokratisch Hilfe erfahren können.

In all den Jahren haben wir einen nicht unerheblichen Beitrag aufgewendet um Menschen zu helfen.

Die Akzeptanz der AWO festigte sich schnell und die Mitgliederzahl wuchs innerhalb der ersten Jahre auf über 100 Mitglieder. 1992 hatten wir dann den bisherigen Höchststand von 132 Mitgliedern erreicht.

Jugend ganz vorne

Vordergründig wurde die Jugendarbeit angegangen und alle Aktivitäten brachten  letztlich neue Mitglieder. Es wurden Bastelnachmittage, Jugenddiscos Spielnachmittage, Jugendfeten, Kinderkostümfeste durchgeführt, die guten Anklang fanden.

Nicht unerwähnt bleiben darf die Jugend-Theatergruppe. Mit viel Begeisterung wurden die Aufführungen auf Weihnachtsmärkten, Weihnachtsfeiern und Jahresabschlußfeiern entgegen genommen.

Es wurden  Hausbesuche der Vorschulkinder am Nikolaustag durchgeführt. In Spitzenzeiten wurden bis zu 35 Kinder besucht.

Nach 20 Jahren trat Josef Königs, aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 1992 zurück. Seit dieser Zeit wird der Ortsverein von Peter Joerißen geführt.

Bis dahin hatte er seit der Gründung, die Geschäftsführung und die Schriftführung inne. Aus dem Gründerjahr sind heute noch aktiv:

Hans Kwiecinski und meine Person.

Der derzeitige Vorstand besteht aus

Peter Joerißen Vorsitzender

Leo Poth stellvertretender Vorsitzender

Angelika Poth Kassiererin

Dank für ehrenamtliche Arbeit

Unsere langjährige treue Mitarbeiterin, Rosmarie Götting, ist leider aus gesundheitlichen Gründen nach 45 Jahren, nicht mehr in der Lage im Vorstand mit zu arbeiten.

Wir bedanken uns recht herzlich für die Jahr zehnte lange Mitarbeit im Vorstand und hoffen dass es ihr bald wieder besser geht. Wir schicken von hier einen Gruß an ihr Krankenbett. Sagen Danke für die aufopfernde und konstruktive Mitarbeit  und wünschen ihr alles erdenklich Gute.

Dieser Betreuungsbereich  wie die Position des Schriftführers wurde von Johannes Kempen übernommen.

Als Beisitzerin steht Adelheid Dürbaum uns zur Seite.

Die Revisoren sind Jakob Schultheis und Hans Kwiecincki.

Erwähnenswert ist auch noch mal die langjährige Arbeit als Kassierer, genau 22 Jahre, von Alfred Lange. Ein Dank für die vorbildliche Arbeit in all den Jahren!

Danach übernahm Hermann Bell die Kasse und ihm folgte Angelika Poth. Sie führt die Kasse jetzt schon fast 2 Jahrzehnte in vorbildlicher Art und Weise. Auch hier ein herzliches Dankeschön.

Allen Akteurinnen und Akteuren sei ein herzliches Dankeschön ausgesprochen für die aufopfernde Arbeit die geleistet wurde und wird. Insgesamt waren im vergangenen Zeitraum 23 Personen im Vorstand tätig.

 

Jubiläumsfeier in Niederbardenberg.

 

Vernetzt in Niederbardenberg

Unsere Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen hat sich als positiv dargestellt. Seit dem Bestehen des Zusammenschlusses der Niederbardenberger Ortsvereine arbeitet die Arbeiterwohlfahrt aktiv mit und hat nicht unmaßgeblich zur Gründung beigetragen. Allen noch bestehenden Vereinen sei für die gute Zusammenarbeit auf kameradschaftlicher Ebene gedankt.

Auch die Zusammenarbeit auf der Ebene des AWO-Stadtverbandes innerhalb der Stadt Herzogenrath war in der Vergangenheit von großem Nutzen. Jederzeit konnten wir auf einen Erfahrungsschatz der noch älteren Ortsvereine zurückgreifen um die Geschicke vor Ort zu meistern.

Unsere Verbindung zu Bardenberg wird aber auch heute noch dadurch bekräftigt, indem wir unsere Bankverbindung seit 50 Jahren mit der Niederlassung der Sparkasse Aachen im Dörflein an der Wurm pflegen. Hier sind wir während des gesamten Zeitraumes immer gut behandelt  und beraten worden und möchten dafür unseren Dank aussprechen.

Unser Dank gilt nicht zuletzt  unseren Kreisverband der AWO Aachen-Land, der unserer Bevölkerung im pflegerischen Bereich, durch die Sozialstation in unserer Stadt,  gute Dienste erweist. Durch den Einsatz geschulter Kräfte, im pflegerischen Bereich, wird einiges für die Betroffenen und ihren Angehörigen erleichtert und auch bei Krankheit. das Leben lebenswert gemacht.

Ein gutes Verhältnis

Aber auch unser Verhältnis zu Rat und Verwaltung der Stadt Herzogenrath ist löblich und erwähnenswert. Dies zeigt sich besonders in den  Unterstützungen die den Menschen zugute kommen. Hierfür, Herr Bürgermeister Dr. Fadavian, unseren herzlichen Dank.

 

 

Unser Dank gilt auch allen, die uns ideell  wie materiell in den fünf Jahrzehnten unterstützten und uns wohlwollend zur Seite standen. Wr haben in dem breiten Spektrum unserer Aktivitäten erfahren, das Einigkeit im positivem Sinne stark macht. Es ist wirklich nicht leicht, in der heutigen Zeit junge Menschen für die ehrenamtlichen Tätigkeiten oder als Mitglied zu gewinnen. Hoffen wir nur, dass die Zeit sich nicht zum Negativen ändert.

Für die nächsten Jahre wünschen wir uns eine positive Weiterentwicklung unseres Wohlfahrtsverbandes mit der Arbeit im Dienst am Nächsten, in der Hoffnung, dass die Niederbardenberger Bevölkerung in guten wie in schlechten Zeiten immer auf uns zurückgreifen kann.

Ich will die Chronik mit einem Zitat des  des ehemaliges Bezirksvorsitzenden  der AWO-Mittelrhein, Hermann Koch, der von  1954 bis 1980 den Vorsitz inne hatte, schließen. Er sagte auf einer Bezirkskonferenz:

"In einem Staat,

wo diese Zellen der freiwilligen uneigennützigen Hilfe noch vorhanden sind,

kann der Glaube an die Erhaltung der demokratischen Kräfte nicht verloren gehen.“

 

 

 

                                               

                                                       

                                     

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